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Saisonabschluß beim Team Sportforum Drucken E-Mail
Geschrieben von Robert Schulze Lutum   
08.10.2009

Versöhnlicher Saisonabschluss für Team Sportforum Kaarst-Büttgen
beim Bundesliga-Finale in Berlin

 

Ein Einzelsieg, ein 2. und zwei 3. Plätze bescheren
dem Team in der Tageswertung Platz 4 und Rang 7
im Bundesliga Gesamtklassement und Willi van der
Sande in der Einzelwertung einen Platz unter den TOP-TEN

Christoph Schübbe siegt in Bonn und wird 3. in Kempen

Patrick Oeben, Jan Radermacher, Max Stahr und
Willi van der Sande hatten sich für das letzte
gemeinsame Rennwochen in Berlin als Abschluss
einer erfolgreichen Saison viel vorgenommen.

Zum einen wollten sie den in der Gesamtwertung
auf Platz 8 geführten Willi van der Sande noch ein
Stückchen nach vorn bringen und in der Teamwertung
wollten die Vier auch noch einen Platz gutmachen.

Bereits zu Beginn der Saison war es das erklärte Ziel,
bei der Verteilung der Podiumsplätze ein gehöriges
Wörtchen mitreden zu wollen. Leider ging die Rechung
nicht ganz auf.

Acht Disziplinen an zwei Tagen galt es für das Sportforum
Quartett zu absolvieren, wobei jeder Fahrer gleich in zwei
Disziplinen pro Wettkampftag antreten musste, um Punkte
für das Gesamtklassement zu bekommen.


Willi van der Sande machte in Berlin den Auftakt

Den Auftakt machte der bis dahin Bestplatzierte in der
Bundesligawertung, Willi van der Sande, der im Runden-
rekord wie erwartet als Nicht-Bahnspezialist die 10. beste
Zeit hinlegte. Gemeinsam mit Teamkollege Patrick Oeben
ging er im Scratch-Rennen an den Start, das die beiden
taktisch geschickt meisterten. Patrick holte in einem tollen
Finish Rang 3 und damit reichlich Punkte und eine gute
Ausgangsposition für die Teamwertung.

Max Stahr, der deutsche Meister im Punktefahren, blieb
leider in eben dieser Disziplin hinter den Erwartungen
zurück. Er verkalkulierte sich ein wenig, hielt sich
abwartend zurück und verpasste den rennentscheidenden
Moment, als sich vier Fahrer vom Feld lösten und einen
Rundengewinn vollzogen. Durch seinen 6. Platz fiel das
Team in der Mannschaftswertung wieder zurück.


Max Stahr in Berlin

In der abschließenden Mannschaftsverfolgung allerdings
stellten er, Jan Radermacher und Patrick Oeben ihr
gesamtes fahrerisches Können unter Beweis. Als
eingespieltes Team verbuchten sie in einem beein-
druckenden Verfolgungsrennen den ersten Sieg,
obwohl die Drei bei einem Überholvorgang in der
Zielkurve noch Zeit hatten einbüßen müssen.


Der Spofovierer überholt den Gegner in der Kurve

Am zweiten Wettkampftag wollten die Vier unter
sportlicher Leitung von Cheftrainer Hans-Peter
Nilges den 3. Platz der Teamwertung vom Vortag
unbedingt verteidigen. Willi musste wiederum
als Erster in der Einerverfolgung über 2000m ran.

Aber auch in dieser Disziplin war dem Zeitfahr-
spezialisten das Parkett in Berlin nicht besonders
wohl gesonnen und er belegte wie schon am Vortag
den 10. Platz.

An seiner Seite wollte Jan im Scratch das Ruder
wieder an sich reißen und alles sah auch gut aus.
Jan hatte jede Rennsituation fest im Griff. Als er
sich mit Hans Pirius aus NRW vom Feld absetzen
wollte, konnte er kurz vor Schluss das hohe Tempo
nicht mehr halten. Als die beiden vom Feld wieder
gestellt wurden, waren nur noch 4 Runden zu fahren,
zu wenig, um sich für den Schlusssprint noch
mal zu erholen.


Jan Radermacher

Willi, der zuvor versucht hatte rauszufahren, fehlten
ebenfalls die Körner am Schluss, so dass dem
Team nur 4 Punkte blieben.

Jan, der völlig enttäuscht die Bahn verließ, traf an
dem Desaster keinerlei Schuld, denn im Nachhinein
stellte sich heraus, dass er mit einer zu kleinen
Übersetzung ins Rennen gegangen war und somit
chancenlos im Kampf um die vorderen Plätze war.

Auf Patrick lastete ein enormer Druck, als er sich für
das Ausscheidungsrennen auf das Holzoval begab.
Aber er machte seine Sache wie schon am Vortag
sehr gut, unterstrich seine immer noch starke Form
und fuhr in einem klasse Rennen erneut auf den 3.
Platz..


Patrick Oeben

Obwohl Rang 3 in der Teamwertung nicht mehr zu
holen war, setzten Jan und Max beim abschließenden
Madison noch mal alles auf eine Karte.

Und insbesondere Jan, der der Meinung war, der
Mannschaft für den Ausrutscher im Scratch noch etwas
schuldig zu sein, fuhr ein grandioses und aggressives
Rennen. Die beiden lagen vor der letzten Wertung mit
einem Punkt Vorsprung vor dem Duo aus NRW. Jan
brachte seinen Kollegen 3 Runden vor der Schluss-
wertung 3 in eine gute Ausgangsposition.

Anstatt sich auf seine hohe Endschnelligkeit im
Schlusssprint zu verlassen, nahm Max das Heft selbst
in die Hand und wollte im Alleingang den Sieg nach Hause
fahren.

Seine beiden Verfolger setzten nach und verwiesen den
Büttgener auf der Zielgeraden noch auf die Plätze.


Jan und Max bei ihrem letzten Madison Einsatz

Jan und Max sicherten mit dem 2. Platz im Madison
den 4. Platz in der Tagesgesamtwertung. Willi van der
Sande bescherte dies 100 Punkte für die Gesamteinzel-
wertung und smit einem grandiosen endgültigen 7. Platz
in der Bundesliga.

Das Team rückte im Gesamtklassement ebenfalls auf
Rang 7 vor. Alle vier Fahrer sorgten mit ihrer starken
Vorstellung im Bahnfinale und insbesondere Patrick
und Willi im Verlauf der gesamten Straßensaison dafür,
dass die zu Beginn der Saison formulierten Ziele, nämlich
einen Fahrer unter die besten 10 zu platzieren und in der
Teamwertung unter die TOP TEN zu fahren, erfüllt wurden.


Peter Nilges (links) und der NRW Landestrainer

Zufriedene und glückliche Minen in den Gesichtern von
Trainer und Sportlern waren der Lohn nicht nur eines
schönen Final-Wochenendes, sondern einer harmonisch
und mit 65 Podiumsplätzen - darunter 22 Siege - belohnten
Saison in der Junioren Bundesliga.

Anteil an den zahlreichen Podiumsplätzen hatte am
Wochenende einmal mehr Christoph Schübbe, der auf
anspruchsvollem Kurs in Bonn seine immer noch hervor-
ragende Form unter Beweis stellte.

Er setzte sich mit einem Fahrer vom Feld ab, und hatte im
Gegensatz zum Vorjahr die Nase im Schlusssprint vorn.


Christoph Schübbe siegt in Bonn

Am nächsten Tag beim Rennen in Kempen fuhr er ähnlich
stark. Hätte ihn nicht im Endspurt ein Fahrer an die Bande
gedrängt, wäre der 3. Saisonsieg für den Dortmunder drin
gewesen. Aber mit dem Platz 3 auf dem Podium war er den-
noch zufrieden und versüßte damit das Ende einer für ihn
sehr erfolgreichen Saison 2009.

 
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